| Eine andere Rehabilitation |

die Überlegungen dieser
Rehabilitation zu verstehen?
Die neurokognitive Rehabilitation denkt nicht, dass sich die wiederherzustellende Bewegung mit der muskulären Kontraktion deckt und dass der Mensch als eine Art von anatomischem, selbstbeweglichem Apparat interpretiert werden könnte.

André-Pierre Pinson, Ecorché
huamain (musculature superficielle)
Carbinet d’Anatomie du Duc d’Orléans
XVIII secolo
Sie denkt nicht, dass er eine Summe aus Einzelteilen ist, welche ohne vereinigendes Element wiederhergestellt werden können. Das Leben reduziert auf Fleisch, den Körper als träge Materie...

Hieronymus Bosch, Giudizio finale
Wien, Accademia
1504 (?)
Vielleicht auch der Rehabilitator,
wie ein Koch und Henker, der sich mit klarer Trennung auf den Körper
versteift.
Die neurokognitive Rehabilitation denkt nicht, dass der Mensch eine Maschine
sei,

Kintzing et Roentgen, Joueuse de Tympanon
Androide costruito per la regina Maria Antonieta (Androide construido
para la reina Maria Antonia)
Paris, Musée des Art set Métiers
1780 ( ?)
vielleicht ein Ritt von Skeletten,

Hieronymus Bosch, Le tentazioni
di Sant’Antonio
Lisboa, Museu Nacional de Arte Antiga
1515 (?)
zwischen welchen vielleicht auch die elektrische Stimulation

G.B.A. Duchenne De Boulogne
Mechanismes de la Physionomie Humaine
Album Personnel
1852-1856
die viele Analogien mir
dem nervalen Fluss haben.
Für die neurokognitive Rehabilitation ist die Bewegung eine Aktion,
erarbeitet für die Interaktion mit der Realität, abgezielt auf
die Erkenntnis. D.h. der Welt einen Sinn zuschreiben, dessen Planung auch
eine muskuläre Kontraktion beinhaltet.
In dieser Sichtweise nimmt der Körper eher seine authentische Rolle
als wahrnehmende Oberfläche ein, vorgesehen, um mit der Realität
in Dialog zu treten. Der Körper als bedeutungsvoller Kern der Erfahrung
des Lebens.
All das erfordert die Präsenz eines Apparates der Voraussicht, der
die Bedeutungshaftigkeit der erforderlichen Interaktion bekräftigt
und der den Vergleich zwischen dem Vorhergesehenen und dem tatsächlich
Wahrgenommenen erlaubt.
In dieser Welt ist die Bewegung Erkenntnis und als solche entsteht sie
aus und bestimmt ein Erlebtes, was auch durch die Sprache ausdrückbar
ist. Dieses Bedürfnis gilt es in der Beobachtung des betroffenen
Menschen, in der Interpretation seiner Pathologie und auch in der Organisation
der Übung zu berücksichtigen.
Die Übung verwandelt
sich auf diese Art
in ein Problem

dessen Lösungsversuch eine Aktivierung von Operationen erfordert

welche die Wiederherstellung der Fähigkeiten zum Erkennen der Realität erlauben.

Durch die Bewegung /
Fraktionierung des Körpers in immer komplexerer Art und Weise.
Der Text macht Gebrauch von Zitaten aus
G.B.A. Duchenne de Boulogne,
G. Ryle,
M. Merleau-Ponty,
G.M. Tortolone,
F. Varela,
J. de Vaucanson.
Das Studienzentrum Neurokognitive Rehabilitation - Villa
Miari, 36014 Santorso (VI) - Italy
www.riabilitazioneneurocognitiva.it
